Die (un-)lustige Welt der… BÖRSE

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Stellen Sie sich vor, Sie hätten ein Unternehmen.
Stellen Sie sich jetzt vor, mit diesem Unternehmen spielen Sie bei den ganz großen Globalplayern mit.
Stellen Sie sich nun noch vor, Sie haben im letzten Jahr was den Gewinnbetrifft ein Rekordjahr gehabt.
Und weil es so schön ist, stellen Sie sich zu letzt noch vor, sie prophezeien für dieses Jahr eine erneute Steigerung dieses Gewinns um 10%.

Und trotzdem werden Sie an der Börse vom Markt mit starken Kursverlusten abgestraft!

Kranke Welt denkt ihr jetzt?!? Richtig, aber gerade heute geschehen. Adidas, das Sportartikel-Unternehmen aus Herzogenaurach im schönen Frankenland legte gestern die Zahlen für das abgelaufene Jahr vor, die sich wirklich hervorragend zeigten. Und dank Fußball Europameisterschaft und Olympische Spielen rechnet der Konzern damit, dass man das grandiose Ergebnis aus dem letzten Jahr noch um bis zu 10% steigern werden kann.

Doch was macht die Börse? Sie straft das Unternehmen mit Abschlägen für die Aktie von zeitweise über 3% ab. Man hätte eine (noch) bessere Vorausschau für das laufende Jahr erwartet.

Und das ist ein perfektes Beispiel für die heutige Wirtschaftswelt. Man gibt sich mit gut nicht mehr zufrieden, es muss immer besser und besser werden. Und wenn die Wirtschaft nicht so will, wie es die so genannten Finanzexperten wollen, dann wird abgestraft. Im Übrigen ein Vorgang, den man auch auf vielen anderen Feldern der Finanzwelt erkennen kann.

Doch eine Regulierung der Märkte ist nicht in Sicht. Die Spekulanten können machen was sie wollen. In diesem Fall trifft es ein Unternehmen, aber auch Staaten, wie im Fall von Griechenland, Portugal oder Irland werden gern ins Fadenkreuz genommen.

Eine gut funktionierende Börse ist für alle gut, jedoch nehmen die dubiosen Machenschaften in den letzten Jahren immer mehr die Überhand. Man schaue sich nur einmal die Geschäfte mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln in London an. Es ist einfach nur pervers, dass einige raffgierige Geschäftemacher es schaffen, die Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise weltweit zu diktieren. Dadurch ergeben sich nicht nur zum Beispiel künstlich überhöhte Spritpreise, nein, auch ist es Entwicklungsländern oftmals auf Grund von zu hohen Preisen nicht möglich genug Grundnahrungsmittel für die eigene Bevölkerung einzukaufen. Das überhaupt solche Geschäfte gemacht werden dürfen ist einer der Hauptskandale.

Es muss sich etwas ändern, schnell, denn heute ist es ein Sportartikelhersteller aus dem idyllischen Frankenland, morgen die ganze Welt.

In diesem Sinne

 

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René Jünemann – who has written 33 posts on Berliner Junge - Blog - Ein Querdenker macht sich Gedanken.

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2 Responses to Die (un-)lustige Welt der… BÖRSE

  1. Monika Jünemann sagt:

    HALLO René, endlich mal wieder was Neues von Dir. Ich warte schon immer
    wieder auf einen neuen interessanten Bericht.
    Es ist wieder sehr informativ was Du über die Machenschaften der Börse
    zu berichten hast. Wenn man sich nicht so auskennt ist die Sicht eines
    “Normalos” mal eine Information die auch “Du und Ich” verstehen können.
    Vielen Dank und ich wünsche mir noch viele neue spannende Berichte von Dir.
    Monika Jünemann

    • admin sagt:

      HUHU, vielen Dank, leider bin ich in der letzten zeit nicht ganz so viel zum Schreiben gekommen, hoffe jedoch, dass ich in den nächsten tagen wieder vermehrt Artikel verfassen kann, Themen gibt es ja aktuell (leider) genug, wenn man an die Entwicklungen in Afganistan, Syrien oder auch In Deutschland mit der Präsidentenwahl oder anderes denkt. Auch zum Thema Hertha werde ich demnächst bei den Berliner Jungs wieder einmal was zum Besten geben und dies hier dann natürlich auch verteilen.

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