Die (un-)lustige Welt des … Salafismus

Die (un-)lustige Welt des... Salafismus

Hallo Freunde des gepflegten Wortes,

lange habe ich nichts Neues mehr veröffentlicht, das hat Gründe, zu denen werde ich jedoch erst in den nächsten Wochen Stellung beziehen (können). Daher möchte ich mich heute in meiner Rubrik ‚Die (un-)lustige Welt von…‘ mit dem Salafismus und den letzten Entwicklungen auf dem Gebiet auseinander setzen. Ich weiß, es ist ein sehr heikles Thema, auch auf Grund der Geschichte in diesem Land, jedoch kann man nach den letzten Geschehnissen nicht einfach die Augen davor verschießen.

Wer oder was sind die Salafisten? Es handelt sich dabei um eine ultrakonservative Bewegung innerhalb des Islam. Bis zu einem gewissen Punkt also eine Bewegung, die mit dem Opus Die in der katholischen Kirsche zu vergleichen ist. Die Bewegung strebt die Rückkehr zu einer konservativem Umsetzung des Glaubens an.

Soweit so gut. Nur vertreten viele der rund 4.000 bekannten Salafisten in unserem Land die Meinung, dass man die Ziele ihres Glaubens zur Not auch mit Gewalt durchsetzen muss. Und hier hört für mich der Spaß an der Religionsfreiheit auf. Ich selber, das erwähnte ich bereits an einer anderen Stelle, bin nicht besonders gläubig, jedenfalls nicht im Sinne wie es von den großen Religionen proklamiert wird.Jedoch bin ich für die absolute Glaubensfreiheit. Jeder soll glauben an wen oder was er will. Auch wenn es ein bronzenes Huhn mit einem goldenen Ei ist. Es ist mir vollkommen egal und ich muss ich hinnehmen, nein, ich muss es respektieren. Ich bin froh, dass ich in Deutschland leben darf, in dem es nach dem Grundgesetz geboten ist an alles glauben zu dürfen, so lange man anderen seinen Glauben nicht aufzwingen will.

Und genau das wollen Gruppen wie die Salafisten nicht einsehen und zulassen. Waren es bisher nur Reden in denen zu Gewalttaten oder dem Dschihad aufgerufen wurden oder umstrittene Koran-Verteilungen in großen Fußgängerzonen, so hat die Entwicklung in den letzten Tagen rasant an Fahrt aufgenommen. Im Wahlkampf in NRW sind gleich bei zwei Vorfällen die anwesenden Salafisten mit der Polizei zusammengestoßen. Dabei sind die beteiligten Salafisten äußerst brutal vorgegangen und haben Polizisten teils schwer verletzt.

So geht es nicht und entsprechend dieser Vorfälle sind nun die ersten Stimmen laut geworden, die ein Verbot einige salafistischer Vereinigungen fordern. Und ich denke das wäre richtig. Es kann nicht sein, dass man auf der einen Seite, vollkommen zu recht, bestimmte rechts- und linksgerichtete Organisationen verbieten will, auf der anderen Seite dürfen sich jedoch Gruppen austoben ohne wirkliche Repressalien befürchten zu müssen.

Um es klar zu stellen. Das hat in keiner Weise etwas mit Fremdenhass oder einer Anti-Islam-Stimmung zu tun, im Gegenteil, ein nicht zu unterschätzender Teil der Salafisten besitzt einen deutschen Pass oder ist sogar in Deutschland geboren. Jedoch gibt es in Deutschland Regeln und Gesetze an die sich nun einmal jeder zu halten hat, und wer das nicht kann, vor allem ‚im Namen einer Religion‘, der hat Konsequenzen zu spüren. Gleiches würde ich bei ähnlich radikalen, christlichen Vereinigungen fordern. Die Millionen von anderen Moslems in unserem Land, die sich mehr oder weniger korrekt benehmen und vor allem die Religionsfreiheit respektieren werden durch diese Vorkommnisse leider einmal mehr von Mitgliedern ihres eigenen Glaubens in den Dreck gezogen. Ich kann nur hoffen, es kommt zu keiner neuen Welle an Vorverurteilungen.

Eine Gefahr besteht durch ein mögliches Verbot jedoch. Durch ein Verbot von salafistischen Gruppierungen würde man die Mitglieder gegebenenfalls in den Untergrund treiben. Und da radikale Islamisten nicht dafür bekannt sind, anders als ihre ‚Kollegen‘ am rechten und linken politischen Rand, sich stark mit Ihrem Denken und Handeln zu profilieren, könnte es passieren, dass besonders radikale Individuen in irgendwelchen Löchern verschwinden und erst wieder auf der Bildfläche erscheinen, wenn es vielleicht zu spät ist.

Aber trotzdem wären Verbote richtig, Deutschland kann und darf sich weder auf der Nase von religiösen Spinnern tanzen lassen, noch darf es als Rückzugsgebiet für selbige dienen, die sich auf Kosten aller anderen hier austoben dürfen.

In diesem Sinne

Dies ist ein Artikel von:

René Jünemann – who has written 33 posts on Berliner Junge - Blog - Ein Querdenker macht sich Gedanken.

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3 Responses to Die (un-)lustige Welt des … Salafismus

  1. Totti Jünemann sagt:

    Man kann doch nicht einen Haufen gewaltgeiler, angebl. religionsgetriebene einfach nicht so verbieten, zu Zeiten in denen es in Sachen Islam sowieso schon brodelt… ;-) Lieber kümmert man sich mit mehreren SEKs, Hubschraubereinsätzen, etc., darum ein paar teilweise durchgeknallte Rocker zu verbieten und deren Clubhäuser zu beschlagnahmen und zu räumen! Ist auch prestigeträchtiger so kurz vor der Wahl anstatt viele ausländische Mitwähler wg. irgendwelchen dummen und/oder falsch ausgedrückten Aussagen zu vergrämen.
    Insgesamt 34 Biker sind davon betroffen! Aber die sind ja auch viel gefährlicher als die anonymen Bombenleger…

  2. Ich fand diesen Artikel zum Thema ganz erhellend: http://www.n-tv.de/politik/dossier/Dilettanten-in-Sachen-Islam-article6228811.html

    Grundtenor: Man muss die Leute genauso sehen und behandeln wie die Rechtsradikalen.

    Die erwähnte katholisch-faschistische Geheimorganisation heißt übrigens Opus Dei auch wenn ich mir wünschte, dass es endlich zum Opus Die! käme.

  3. kizi sagt:

    Rocker zu verbieten und deren Clubhäuser zu beschlagnahmen und zu räumen! Ist auch prestigeträchtiger so kurz vor der Wahl anstatt viele ausländische Mitwähler wg

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