Kein Cent ist zu viel

Deutschland rundet auf

Hallo Freunde des Gepflegten Wortes. Heute möchte ich einmal nicht über Belanglosigkeiten aus der Welt des Sports oder politische Verfehlungen aufmerksam machen. Nein, heute möchte ich euch eine Aktion ans Herz legen, welche aktuell in Deutschland von statten geht. Es handelt sich hierbei NICHT um einen Werbeartikel, sondern um eine Aktion, die ich aus voller Überzeugung unterstütze.

Genau handelt es sich dabei um die Aktion Deutschland rundet auf. Der ein oder andere von euch mag davon schon etwas gehört haben. Es handelt sich um eine Spendenaktion, mit der primär 4 gemeinnützige Projekte unterstützt werden sollen. Und es ist ganz einfach sich daran zu beteiligen. Und das schönste an der Sache ist, es kann jeder, wirklich jeder helfen.

Denn was diese Aktion so besonders macht, es wird hier mit den aller kleinsten mitteln schon geholfen. Bereits mit einem Cent fängt es an. Ein Cent, den wahrscheinlich die meisten Menschen entbehren können. Und auch die Art und Weise wie man an der Aktion partizipieren kann ist denkbar einfach.

Wie gehts das ganze nun?

Wenn man in einem teilnehmenden Geschäft einkauft (die Liste der teilnehmenden Händler und Unternehmen kann hier eingesehen werden), dann hat man die Möglichkeit beim Bezahlen anzugeben, dass man gerne Aufrunden möchte. Dies wird von der Person an der Kasse mit eingegeben und schon wird die zu bezahlende Summe auf die nächsten vollen 10 Cent aufgerundet und dieser Betrag kommt dann der Aktion zu Gute.

Heißt auf Deutsch, wenn ich bei meinem Lebensmittel-Dealer an der Ecke einkaufen gehe, und dieses Unternehmen an der Aktion teilnimmt, und ich z.B. 9,31€ bezahlen muss, dann wird auf 9,40€ aufgerundet und es fließen meine 9 Cent in den Gesamttopf. Das heißt, man kann zwischen 1 und 10 Cent pro Einkauf an die Hilfsaktion spenden, da immer auf eine volle Zehnerstelle nach dem Komma aufgerundet wird.

Diese 9 Cent aus meinem Beispiel werden mich nicht arm machen, aber wie man so schön sagt, Kleinvieh macht auch Mist. Und wenn am Ende des Tages in ganz Deutschland nur 0,1% der Bevölkerung, das macht rund 80.000 Einwohner, durchschnittlich 5 Cent durchs Aufrunden spenden, dann macht dies 4.000 € an diesem einen Tag.

Wem wird geholfen?

Ein paar Worte zu den Organisationen denen mit dieser Aktion geholfen wird. Es werden nur Projekte für Kinder und Familien gefördert, was ich von Hause aus schon einmal sehr gut finde. Im Einzelnen sind dies die Projekte ELTERN-AG, Klasse2000, HIPPY und Big Brothers Big Sisters Deutschland. Zu all diesen Projekten findet ihr auch Informationen auf der Projektübersicht oder ihr sucht einmal über die Suchmaschine eures Vertrauens.

Gerade zu letzterem möchte ich noch 2-3 Worte verlieren. Ich bin ein riesiger Fan solcher Projekte. Ähnliches gibt es bereits seit Jahren in den USA, in Deutschland sind die großen Brüder und Schwestern noch recht unbekannt. Es geht bei dem Projekt u.a. darum, dass Kinder, die z.B. beide Elternteile verloren haben, einen erwachsenen Wegbegleiter zur Seite gestellt bekommen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Ersatz-Elternteil, sondern wie der Name schon sagt, eher um etwas wie einen großen Bruder. Natürlich geht es dabei auch immer bis zu einem gewissen Grad um Erziehung und Fürsorge. Doch das primäre Ziel des ganzen ist, dass das Kind zu einem ein Vertrauensverhältnis zu einem Menschen aufbauen kann, der ihm nicht immer nur Vorschriften machen will, sondern mit ihm Spaß hat und ihn auf die richtigen Wege lenkt. Diese Methodik hat in vielen Fällen schon sehr große Erfolge gefeiert, vor allem im Vergleich zu Kindern, die z.B. nur im Heim oder in Pflegefamilien aufwachsen, in denen sie sich nicht so richtig wohl fühlen.

Noch Fragen?

Letzten Endes ist die Aktion Deutschland rundet auf eine tolle Sache. Jeder kann unkompliziert und ohne viel Bürokratie einen kleinen Beitrag leisten. Im Übrigen fließen die kompletten Spenden zu 100% den gemeinnützigen Projekten zu, es werden keine Abzüge für die Bearbeitung vorgenommen.

Also wie wäre es, wenn ihr bei eurem nächsten Einkauf einmal an die denkt, denen es nicht so gut wie euch geht und einfach mal aus voller Überzeugung sagt, dass ihr aufrunden wollt.

In diesem Sinne

 

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René Jünemann – who has written 33 posts on Berliner Junge - Blog - Ein Querdenker macht sich Gedanken.

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7 Responses to Kein Cent ist zu viel

  1. Monika Jünemann sagt:

    Hallo René,
    vielen Dank das Dir meine Anregung zum Thema gefallen hat. Das Projekt ist wirklich lobenswert und wie in Deimen Fall Wert in den Mittelpunkt gerückt zu werden. Ich kann mich Deiner Meinung voll und ganz anschliessen. Endlich kann wirklich jeder mit bescheidenen Mitteln etwas für soziale Projekte bei uns vor der Tür tun. Es wär schön wenn sich noch weitere Konzerne an dieser Aktion beteiligen würden und wir noch in anderen Geschäften sagen können ” AUFRUNDEN BITTE “. Hoffentlich lesen viele Deinen Block und erzählen davon weiter.
    Mama

  2. Christian Vater sagt:

    Lieber René,
    vielen Dank für Deinen Beitrag und Deine Unterstützung! Wir freuen uns sehr, dass Du mitmachst.
    Herzlich, Christian Vater, Gründer von Deutschland rundet auf

    • Wirklich gern geschehen, ich finde diese Aktion wirklich erwähnenswert, vor allem weil es bei den Projekten es sich um solche handelt, die normal nicht so im Rampenlicht stehen. Bei einer solchen Aktion fehlen in meinen Augen jegliche Argumentationen sich nicht daran zu beteiligen und ich wünsche Ihnen viel Erfolg damit und dass alle Ziele eingehalten werden. In dem Zusammenhang wäre es toll, wenn Sie auf der Website, wie es ja schon angelegt ist, einmal eine Wasserstandsmeldung abgeben würden, wie der aktuelle Stand ist, das würde vielleicht den ein oder anderen zusätzlich motivieren sich zu engagieren.

  3. Von der Aktion habe ich erfahren, als ich die Werbung im Supermarkt sah. In unserem Netto wurde sehr stark plakatiert und es lagen Flyer aus. Sofort neugierig geworden, habe ich mich erst mal informiert. Nun sehe die Aktion allerdings etwas kritischer.
    Die Spenden gehen nur in den Bereich Kinder/Familie, und zwar in 4 Projekte. D.h. Behinderte, Kranke, Sterbende, Alte, Armutsbetroffene, Strassenkinder, Obdachlose, Umwelt, Tiere… scheinbar alles ausgeklammert.
    Geschäfte, in denen die Zielgruppe in Geringverdienern besteht (Netto, Penny u. Kaufland) sammeln das Kleingeld ein. Meiner Meinung nach sollten Kaisers, Rewe, Edeka, Real – also Geschäfte in denen um kaufkräftige Kunden geworben und die Ware entsprechend ausgepreist wird, für eine solche Aktion gewonnen werden.
    Auch ist mir aufgefallen, dass bei den teilnehmenden Einzelhandelsketten einige sind, die es dringend nötig haben, ihr Image aufzupolieren. Mitarbeiter von Netto und kik z.B. benötigen ergänzendes H4. Kik war mehrfach in der Presse, wegen Ausbeutung in alle Richtungen: Verkäufer, Herstellung durch Kinderarbeit, Verwendung gesundheitsschädlicher Materialien. Auch der Lidl&Schwarz-Konzern zu dem Kaufland gehört gerät immer wieder in die Negativpresse. Was könnte es da Besseres geben, als sich zsmzuschließen und so zu tun, als wollte sie alle einfach “nur” mal etwas Gutes tun. Insofern überlege ich mir natürlich, was ich von dieser Stiftung halten soll. Einerseits zu geizig die eigenen Mitarbeiter vernünftig zu entlohnen, andererseits eine Stiftung gründen, was sehr kostenintensiv ist. Wie viel kostet ein Platat?…
    Ein willkommener Nebeneffekt dürfte es für diese Einzelhandelsketten auch sein, dass die dummen Kunden, die sowieso alle nicht wissen, wohin mit dem Kleingeld, ihre Münzen dann nicht mehr den Bettlern an der Tür vorwerfen können, womit dann auch sehr elegant und unauffällig diese unansehnlichen Randgestalten aus dem Weg geschafft wären. Warum sollten noch mehr Geschäfte wie Kaisers in Berlin – Lichtenberg durch ein Bettel-Verbot in die Schlagzeilen geraten, wenn man diesen Leuten ganz elegant die Grundlage ihrer minimalen, aber legalen Geldbeschaffung entziehen kann?!
    Nicht ganz beiläufig sehe ich mich natürlich auch selbst im Rahmen dieser Aktion an der Kasse stehen. Vor mir sagt ein Kunde: “Aufrunden bitte!”, dann guckt mich die Kassiererin erwartungsvoll an und von hinten gucken mich die anderen Kunden aus der Schlange prüfend an. Ich möchte aber nicht mitmachen, bin es gewohnt abgezählt zu bezahlen und will wegen Geldspenden sowieso lieber selbst entscheiden, und sicher gehen wie was wo und von wem verwendet wird. Tja, da verfinstern sich dann auch schon die Minen der lieben Mitmenschen, die mich beobachten und das Getuschel geht los: Was ich denn für Eine wäre…Als würde sie die paar Cent noch brauchen…naja mit der Hackfresse kann das doch nur eine H4-Empfängerin sein…Na guck mal was Die einkauft, aber spenden will sie nicht…
    Also doch besser nicht mehr in diesen Discountern den Einkauf erledigen, denn Lidl, Aldi und das gelbe Netto sind ja glücklicherweise nicht mt von der Partie.
    Ich hoffe, es belastet oder ärgert sie nicht, dass mein cmt so lang geworden ist, denn das ist nicht meine Absicht. Ich wollte nur meine Meinung darlegen und falls gewünscht etw zum Weiterdenken anregen.
    Viele Grüße Fr. Wieczorek von den Straßenseiten aus Berlin (◔‿◔)

  4. Totti Jünemann sagt:

    Leider leider muß ich Fr. Wieczorek in dermaßen vielen Punkten Recht geben… Das Gerede hinter mir an der Kasse ist mir egal, dafür bin ich abgebrüht genug. Aber das diese Aktion hauptsächlich von Betreiben veranstaltet wird, wo hauptsächlich die Ärmsten der Ärmsten (Klammern wir mal bitte die paar Geizlinge und strebsamen Sparer aus) ihre Lebensmittel, etc. kaufen, ist doch ein Armutszeugnis für die Gesellschaft in der wir/mit der wir leben. Seit Monaten hängen ja auch Spendenkästen neben den Leergutautomaten, in denen man seinen Pfandbon versenken kann…! Es gibt genug Anlaufstationen für Hilfen jeder Art, wo man/frau Hilfsgüter vorbeibringen kann. Ich halte von BARGELD-Spenden überhaupt nichts, da der Aufwand dieses Bargeld zu verwalten, bereits Geld kostet. Und das kann und darf nicht im Sinne des Erfinders sein.

  5. Das einzig Gute daran ist, dass das Geld in Deutschland bleibt und nicht wieder nach dem Motto: “Am deutschen Wesen (Geld) soll die Welt genesen” gehandelt wird. Ansonsten ist mir Spendelbettlerei genauso lästig wie die nervigen Fragen, ob man eine Kundekarte hat oder haben will.

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